„Frauenleben“
27.02.2011, 15:30 Uhr ein Vortrag von Dr. Barbara Rodt
Ein Frauenleben um 1800, das Leben von Charlotte Kestner, geb. Buff, Goethes Lotte und deren Fiktionalisierung als Werthers Lotte soll uns den historischen Kontext liefern zur Erörterung der Fragestellung: Welches sind die soziokulturellen ökonomischen Bedingungen eines Frauenlebens? Diese Frage scheint noch immer von allgemeinem Interesse zu sein – denken wir an das Interview, das Familienministerin Schroeder dem Spiegel im November 2010 gab. Die historischen Hindernisse und die komplexen Mechanismen, die die Persönlichkeitsentwicklung der Frau beeinträchtigen, sollen erörtert werden.Dabei ist nicht die Darstellung vermeintlicher objektiver Wahrheiten beabsichtigt, oder Schuldzuweisungen. Vielmehr geht es um die Anerkennung pluraler unterschiedlicher Wirklichkeitsauffassungen und um deren mögliche Koordination.
Passanten – Malerei von Dagmar Tille 5. März 2011 – 3. April 2011
Öffnungszeiten: Vernissage am 5. März 2011, ab 16.30 Uhr, am 6. März von 14:30 - 18:00 Uhr und danach auf Anfrage unter 0 51 64 – 80 16 82
In der Ausstellung „Passanten“ zeigt Dagmar Tille Arbeiten aus ihrem gleichnamigen in den letzten 2 Jahren entstandenen Bildzyklus.
Lose anknüpfend an das Motiv des Flaneurs und der Passantin aus der Literatur und Malerei zu Beginn des ausgehenden 19. Jahrhunderts zeigen die Arbeiten einen fragmentarisch flüchtigen Blick auf
vorübereilende Menschen in meist urbanem Umfeld. Neben den abgebildeten Menschen finden sich vermeintlich Banales und Hässliches, Verkehrsschilder und Straßenmarkierungen, Baustellen, Pfosten, Pfeiler, Stadtbegrünung, Parks, Erholungsgebiete. In den Szenen bildet das Grün der Pflanzen dazu einen Kontrapunkt. Seine Gegenüberstellung mit dem Städtischen steht einerseits für unser ambivalentes Verhältnis zur Natur, andererseits aber auch für die Grenze zwischen Bekanntem und Unbekanntem.
Laufende Kunst
Ausstellungen
mit Werken von:
Petra Keller, Dagmar Tille,
Michaela Kanz und
Lutz Wiedemann
Rauscht die Erde wie in Träumen
Am Sonntag, dem 03.04.2011, 15:30 Uhr, wird in der Klavierschule von Andreas Oesterling im Rahmen der Kultur-Initiative Delta K ein besonderer musikalisch-lyrischer Vortrag zu Gehör gebracht. Ulrike Bartsch rezitiert bekannte und weniger bekannte Gedichte aus der Romantik. Der Konzertpianist Andreas Oesterling spielt im künstlerischen Dialog mit den Texten Stücke aus der deutschen Hochromantik von Clara und Robert Schumann, Franz Liszt und Johannes Brahms.
Das Außergewöhnliche dieses Nachmittags:
Die leidenschaftliche, melancholische und auch spritzig-ironische Metaphorik der Gedichte wird nicht vertont, nicht gesungen, sondern um ihrer eigenen Bedeutung und Kunstform willen gesprochen. Die Musik setzt ihrerseits kraftvolle wie auch zarte Akzente und gibt darüber hinaus den vorgetragenen Texten eine untermalende, kommentierende und deutende Antwort. Wort und Klang dieses Nachmittags werden bereichert durch die laufende Ausstellung der Malerin Dagmar Tille.
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Auch das Leben ist ein Kunstwerk
„Auch das Leben ist ein Kunstwerk“, 21.01.2011, 20:00 Uhr, Die Klavierschule, An der Frauenwiese 14, 29664 Walsrode, Tel. 05166-930244
Als Auftaktveranstaltung im Programm 2011 der Künstlergruppe Delta K referiert die Ärztin und Kunsttherapeutin Dr. Petra Keller am Freitag, dem 21. Januar 2011 ab 20:00 Uhr, in den Räumen der Klavierschule von Andreas Müller-Oesterling in Walsrode zum Thema Biographiearbeit.
Unter dem Titel „Auch das Leben ist ein Kunstwerk“ stellt die Referentin eine Methode vor, mit der es gelingen kann, den eigenen Lebensentwurf mit seinen Rhythmen, Hindernissen, Kränkungen, aber auch mit seinen Ressourcen und verborgenenen Fähigkeiten in einem neuen Licht, quasi wie ein Kunstwerk zu betrachten und sich selbst als Künstler dieses „Lebenswerkes“ zu begreifen. Anhand vieler Beispiele und der Darstellung einiger zentraler Übungen werden die Zuschauer zum „kreativen Mitdenken“ angeregt. Im Anschluss an den Vortrag sind auch Fragen herzlich willkommen. Die Veranstaltung wird begleitet und belebt durch den Lyriker Thomas Bartsch und die Rezitatorin Ulrike Bartsch.
Damit setzt die Gruppe Delta K einen weiteren Akzent in ihrem Bestreben, die Fülle künstlerischen Wirkens und ihre Verdichtung durch das Zusammenspiel verschiedener Kunstrichtungen erlebbar zu machen.