sichtbar machen

Malerei von Jens Hemme 29. Mai 2011 – 25. Juni 2011

In der Ausstellung „sichtbar machen“ zeigt Jens Hemme Arbeiten aus den vergangenen Jahren. Der Winsener Maler versteht Kunst als die Auseinandersetzung des Menschen mit der ihn umgebenden Wirklichkeit und mit existenziellen Fragen menschlichen Seins. Die gezeigten Arbeiten sind Ausdruck einer intensiven Auseinandersetzung mit den Problemen unserer Zeit: sie markieren einen Grenzgang zwischen innerem und äußerem Erleben, bei dem die fragmentarischen Darstellungen des Menschen von innerer Zerissenheit zeugen und die Dichotomie von Verantwortung und Gleichgültigkeit und das Gefühl der Vereinsamung des Einzelnen in einer globalisierten Welt thematisieren.

Vernissage 29. Mai 2011, ab 16:00 Uhr, Künstlergespräch am 11. Juni 15:00 - 17:00 Uhr und auf Anfrage unter 05143 - 464

Edvard Munch

Vortrag von Michaela Kanz 10. Juni 2011, 19:30 - 21:30 Uhr

Die Beziehung von Leben und Werk am Beispiel des norwegischen Malers Edvard Munch

Michaela Kanz, Malerin aus Kirchlinteln, gibt an an diesem Abend eine Einführung in das Leben und Werk des norwegischen Malers Edvard Munch. Der norwegische Maler Edvard Munch zählt zusammen mit Van Gogh zu den wichtigsten Wegbereitern des Expressionismus. Wie kaum ein anderer Maler hat Munch mit seinen Bildern so schonungslos konsequent Einblick in sein Seelenleben gegeben. Damit wird seine Kunst in ganz Europa stilbildend für eine neue Epoche der Kunstgeschichte. Seine Bilder entstehen aus dem persönlichen Erleben. Schwere Schicksalsschläge in der Kindheit, eine labile Gesundheit und eine zeitweise angstbesetzte, morbide Einstellung zum Dasein sind der Motor für seine unermüdliche Schaffenskraft. Neben stark biographischen Anteilen will Munch das allgemein Menschliche erfassen und zum Ausdruck bringen. Er wird zum Deuter der modernen Seele. Seine Themen sind universell und seine Bilder haben bis heute nichts an ihrer Ausdruckskraft verloren.

„Frauenleben“

27.02.2011, 15:30 Uhr ein Vortrag von Dr. Barbara Rodt

Ein Frauenleben um 1800, das Leben von Charlotte Kestner, geb. Buff, Goethes Lotte und deren Fiktionalisierung als Werthers Lotte soll uns den historischen Kontext liefern zur Erörterung der Fragestellung: Welches sind die soziokulturellen ökonomischen Bedingungen eines Frauenlebens? Diese Frage scheint noch immer von allgemeinem Interesse zu sein – denken wir an das Interview, das Familienministerin Schroeder dem Spiegel im November 2010 gab. Die historischen Hindernisse und die komplexen Mechanismen, die die Persönlichkeitsentwicklung der Frau beeinträchtigen, sollen erörtert werden.Dabei ist nicht die Darstellung vermeintlicher objektiver Wahrheiten beabsichtigt, oder Schuldzuweisungen. Vielmehr geht es um die Anerkennung pluraler unterschiedlicher Wirklichkeitsauffassungen und um deren mögliche Koordination.

Rauscht die Erde wie in Träumen

Am Sonntag, dem 03.04.2011, 15:30 Uhr, wird in der Klavierschule von Andreas Oesterling im Rahmen der Kultur-Initiative Delta K ein besonderer musikalisch-lyrischer Vortrag zu Gehör gebracht. Ulrike Bartsch rezitiert bekannte und weniger bekannte Gedichte aus der Romantik. Der Konzertpianist Andreas Oesterling spielt im künstlerischen Dialog mit den Texten Stücke aus der deutschen Hochromantik von Clara und Robert Schumann, Franz Liszt und Johannes Brahms.

Das Außergewöhnliche dieses Nachmittags:

Die leidenschaftliche, melancholische und auch spritzig-ironische Metaphorik der Gedichte wird nicht vertont, nicht gesungen, sondern um ihrer eigenen Bedeutung und Kunstform willen gesprochen. Die Musik setzt ihrerseits kraftvolle wie auch zarte Akzente und gibt darüber hinaus den vorgetragenen Texten eine untermalende, kommentierende und deutende Antwort. Wort und Klang dieses Nachmittags werden bereichert durch die laufende Ausstellung der Malerin Dagmar Tille.